Teil eines Werkes 
2. Theil (1818)
Entstehung
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Ein Braͤutigam biſt Du? ſprach mein unſichtba⸗ rer Freund, das iſt mir neu! Und wer waͤre denn die Tollkuͤhne, die ihr Schickſal an ein Dichterherz knuͤpfen moͤchte? Roſette? Aber blaue Augen, blonde Locken, bluͤhende Wangen haben von jeher mehr Opfer gekoſtet, als verguͤ⸗ tet, und was bleibt ihr, ohne dieſe Zuthat?

Erſtens, ihre Naivetaͤt.

Die, guter Freund, verſchwindet mit dem Lenz. Sie iſt die ſchoͤne aber fluͤchtige Bluͤthe am Baume der Unſchuld.

Laß ſie ſchwinden. Ihre Guͤte verbluͤhet nicht,

Gut ſind die meiſten, weil das Gutſeyn ſie empfiehlt.

Sie hat mich herzlich lieb.

Und jeden willkommnen Freier neben Dir. Aber noch andere Steine des Anſtoßes ſind zu be⸗