Teil eines Werkes 
2. Theil (1818)
Entstehung
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Beides! fiel ſie erroͤthend ein, ich leugne es nicht.

Beides? rief ich, und hielt mich an den naͤch⸗ ſten Baum. Amalie! Wie? Soll ich dieſen truͤ⸗ ben Augen, ſoll ich dieſen bleichen Wangen glau⸗ ben? Nein, noch Geſtern bluͤhteſt Du wie mei⸗ ne Roſe, das iſt nur freche Laune, zu der Du Dich, mein Herz zu kraͤnken, zwingſt.

Geſtern ſahn wir uns unter Licht, entgeg⸗ nete ſie: und ich war im Glanz und hatte Roth aufgelegt. Doch glaube was Du willſt. Du ſiehſt mich feſt, und nach dem, was ich Dich jetzt erra⸗

then ließ, wohl auch, wie unnuͤtz jeder Deiner

fernern Schritte waͤre.

J. Ja, Malchen, ja, das ſeh ich ganz. Da haſt Du Recht. Nun, ſo lebe denn wohl! Leb' ewig wohl, Du Geiſt des beſſern, nun entflo⸗ henen Malchens. Vor ihrem Leichnam ſteh ich hier, und moͤchte uͤber die menſchliche Schwaͤche weinen, uͤber die Sterblichkeit der weiblichen Tugend, uͤber den Leichtſinn mit dem Ihr das Heil Eures Lebens fuͤr Kuͤſſe verkauft.

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