28
ſehen. Ihren Arm, Amalie! Fuͤrchten Sie nichts! O, wenn Sie mir nur ein wenig gut ſind, ſo kommen Sie; es dunkelt ſchon.
Mein beſter, mein theuerſter Herr! bat
ſie zoͤgernd, und druͤckte die kleinen Haͤnde ge⸗ faltet gegen ihre Bruſt: Ihr ſchoͤnes Herz ver⸗ gißt, daß ich ein armes, buͤrgerliches Maͤd⸗ chen— und uͤberdem, daß ich ein Maͤdchen bin.
O, zwey Minuten nur Geduld! rief er, und eilte, wie auf Fluͤgeln, dem Schloſſe zu. Des Hof⸗Fouriers Rubinen⸗Naſe leuchtete fernher. Bald war er aufgefunden, in Ange⸗ los Wagen geworfen, und der Behoͤrde zuge⸗ fuͤhrt. Hell glaͤnzten Malchens Augen, als ſie jetzt, an des Oheims Arm, in den Traban⸗ tenſaal trat, wo Angelo ihrer harrte, und ſie nun, mitten durch die Garden, an einen Platz fuͤhrte, von wo aus ſie, gleich einer Schick⸗ ſalsgoͤttin, den Saal uͤberſchauen konnte. Hei⸗ terer kehete er jetzt dahin zuruͤck. Di Amone
8


