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reiſſen Dir den Schleier und erſchrecken mich.— Dir, die mein Liebling war— mein Abgott— meines Herzens Herz. Der Braͤutigam bedeckte jetzt das Ge⸗ ſicht mit der Hand und warf ſich auf eine Raſenbank, die der dichte Baumſchlag ver⸗ huͤulte. Lotte ſtand vor ihm, ſah den Ver⸗ zagenden in bitteres Herzleid aufgeloͤſ't— in Thraͤnen ſchwimmen. Die heiligen In⸗ ſtinkte der Frauenbruſt, das Mitleid und das Pflichtgefuͤhl, wurden rege. Du warſt zu hart— zu lieblos! ſprach die innere Stimme. Kann der Tauber dafuͤr, daß er kein Adler iſt? und gab ihm Deine Wallung nicht das volle Recht zur Eifer⸗ ſucht? Erſchoͤpft er nicht, raſtlos jeden Wunſch belauſchend, was Dir gefallen, Freude machen, Dich mit ſeinen Schwaͤ⸗ chen verſoͤhnen kann? Gab er nicht dem Vater Ruhe und Schlaf zuruͤck, wirſt Du 12.*


