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Keine Silbe— Nun?
Mich draͤngt der Neid, der Haß, die Ver⸗ folgung der Stifts⸗Damen, ein furchtbarer Zwiſt mit der Vorſteherin— doch mehr als al⸗ les das, die Reue eines kindlichen Gemuͤths zu Ihren Fuͤſſen.
Wie? rief der Graf: Sie wagen es toll⸗ dreiſt, meinem Willen und Ihren Geluͤbden Hohn zu ſprechen? Sind wir nicht auf immer geſchieden? Ward mir nicht Brief und Siegel von Ihrer Hand? Verpflichteten Sie ſich nicht aufs Feierlichſte, mich bis zum Tode mit Ihrer verhaßten Gegenwart zu verſchonen? Kaufte ich nicht die boͤſe Feindin meiner Ruhe mit ſchwerem Geld in das Stift ein, in dem man Sie ohnſtreitig als den unſauberſten aller Gei⸗ ſter erkannt hat?
Reue verſoͤhnt! entgegnete das Fraͤulein mit Pathos und hob den ſeidenen Oberrock auf, um ſich vor die Fuͤſſe des Grafen zu werfen, doch dieſer kehrte ihr den Ruͤcken und verſetzte abgehend— Die Zeit der Duldung iſt voruͤber!


