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Aber die Niederländer waren es, welche dies große Un⸗ heil verhinderten. Schon hatte nämlich der Herzog von Parma von der Ankunft der ſpaniſchen Armada vernommen, ſchon dem alten Grafen von Mansfeld das Gouvernement für die Zeit ſeiner Abweſenheit übertragen, um perſönlich an der Expedition Theil zu nehmen, ſchon war er zur heiligen Jungfrau Maria in Hal gewallfahrtet, um den Segen des Himmels zum Kreuz⸗ zuge zu gewinnen; ſchon war Alles bereit und er ritt nach Dünkirchen; aber verzweiflungsvoll ſah er dort durch die niederländiſche Flotte den Hafen geſperrt, an den Küſten von Flandern und Seeland hin trotzten ihm andre Schiffe der Niederländer, welche überall das Meer gegen die ſeinigen vertheidigten. Von nagendem Mißmuth erfüllt ließ er dem Herzog von Medina Sidonia melden, daß er, wie die Sachen ſtünden, ſich dazu genöthigt ſehe, zu warten, bis die Armada die niederländiſchen Geſchwader zum Rückzug von Nieuwpoort und Dünkirchen Zezwungen. Nun ſteuerte denn die Armada näher gen Dünkirchen zu; da hatte ſie auf der einen Seite die niederländiſchen, auf der anderen die engliſchen Schiffe vor ſich; aber eine Windſtille verhin⸗ derte alle Operationen.
In der Nacht vom 7. auf den 8. Auguſt erhob ſich der Wind und nun ſetzte der engliſche Admiral raſch einen kühnen Plan ins Werkv; er ließ nämlich acht durch Gianibelli ausgerüſtete Brander gegen die feindlichen Schiffe treiben, da wo ſie am gedrängteſten ſtanden. Ihr Anblick und der Name Gianibelli erweckten bei den Spaniern die Erinnerung an die Höllenmaſchine vor Antwerpen.„Antwerpener Feuer!“ rief man, plötzlich von paniſchem Schrecken erfaßt; denn man beſorgte abermals eine gräßliche Exploſion; im Nu dachte jeder nur an die eigene Rettung und mehrte dadurch die allgemeine


