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die Armada am 21. Juli vor Corunna wieder die Anker, und nach acht Tagen befand ſie ſich bereits im Kanal. Die Engländer hatten ſie nicht erwartet und ein ungünſtiger Südwind verhinderte ihre Flotte aus dem Hafen von Ply⸗ mouth auszulaufen, was jedoch der Herzog von Medina⸗ Sidonia— zum Glück für die Feinde— nicht benutzte. Statt ſie anzugreifen, hielt er ſich ſtreng an die Vorſchriften ſeines Monarchen, welcher ihm geboten hatte, geradeswegs nach dem Pas de Calais zu ſteuern, den Küſten Frankreichs ſo nah als möglich zu bleiben und ſich, vorerſt noch mit Vermeidung eines Angriffes gegen die engliſche Flotte, gen Dünkirchen hinzuwenden, um ſich mit dem Herzog von Parma zu verei⸗ nigen. Sobald dies geſchehen, ſollte dann Parma mit dem Geſchwader aus Flandern der Armada nach England voran⸗ ſegeln und ſich geradesweges vor London wenden.
Mittlerweile gelang es der engliſchen Flotte, der ſpaniſchen, welche ihrer Inſtruktion gemäß, weiter ſegelte, nachzueilen, und am letzten Juli erblickten ſich beide zum erſtenmal. Kaum hatte ſich der engliſche Admiral von der Schwerfälligkeit der ſpani⸗ ſchen Kriegsſchiffe überzeugt, welche zwar durch ihre ungemeine Größe imponirten aber bei ihrem unvollkommenen Bau eben durch dieſelbe an ſchnellen Wendungen(wie ein Seetreffen ſolche bedingte) verhindert wurden, ſo begann die engliſche Flotte auf die feindliche zu feuern. Nun wurden die Feindſeligkeiten faſt ohne Unterlaß fortgeſetzt, wobei den Engländern die raſche Bedienung ihrer Geſchütze ſehr zu Statten kam. Die ſpaniſche Flotte zog ſich hierauf in Schlachtordnung, und zwar in der Form eines Halbmondes, enger zuſammen und be⸗ diente ſich nur der kleineren Segel, damit alle Schiffe gleichen Lauf hielten. Eben dadurch aber kam es, daß die Hauptgallione von Sevilla, worauf ſich doch Don Pedro de Valdez be⸗
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