Zweites Kapitel.
Noch dauerten die Feſtlichkeiten, welche man zu Ehren des Erzherzogs Matthias und des Prinzen von Oranien ver⸗ anſtaltete, in Brüſſel fort, als Don Juan von Marche en Famine aus unterm 25. Januar 1578 eine Kriegserklä⸗ rung in Druck ausgehen ließ, worin er ſagte:„ſeine Pflicht, die katholiſche Religion und das Anſehen des Königs von Spa⸗ nien, ſeines Bruders, aufrecht zu erhalten, nöthige ihn, gegen die Empörer und Rebellen die Waffen zu ergreifen; dagegen biete er allen Provinzen, Städten, Gemeinden, Feſtungen und Truppen, die ſich ihm freiwillig unterwerfen würden, vollkom⸗ mene Gnade, Verzeihung alles Geſchehenen und den ſicheren Fortgenuß ihrer Güter.“
Nach den letzten Beſchlüſſen der Staaten war nun keine Verhand⸗ lung, keine Verſöhnung mehr möglich; die läſtigen Bande des Ver⸗ trages, welche ihn bis dahin gefeſſelt gehalten hatten, ſah Juan nun durch die Staaten ſelbſt zerriſſen, und ohne Anſtand durfte er jetzt die verbannten Krieger wieder zu ſich berufen. An ihrer Spitze den Feinden entgegenzueilen, auf dem Schlachtfeld neue Lor⸗ beeren für den Kranz ſeines Feldherrnruhmes zu holen, dann im Beſitze der Macht und des Anſehens neuen Thaten entgegenzu⸗ fliegen, ja— den Lorbeerkranz vielleicht um eine Krone zu winden! Von ſolchen Hoffnungen und Träumen umgaukelt, richtete ſich Don Juan mit friſcher Kraft aus dem Hinbrüten
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