165 ten im Gaſthofe ab und der kraͤnkelnde Silbermann warf ſich erſchoͤpft auf's Bett, waͤhrend dem ſein Begleiter von der be⸗ fragten, ſprachſeligen Wirthin mit innigem Vergnuͤgen erfuhr, daß Jungfer Dorchen friſch und geſund ſey, mit ſtiller Betruͤb⸗ niß dagegen, daß des Predigers ungluͤckli⸗ cher Bruder wie ein Roſenſtock bluͤhe; daß er eſſe, trinke, ſchlafe und uͤbrigens von Gott und ſich ſelbſt noch eben ſo wenig als ſeit dem Falle auf die Scheitel zu wiſ⸗ ſen ſcheine— daß man im Pfarrhauſe waͤhrend der Abendſtunden am willkommen⸗ ſten ſey, Dorchen aber gewoͤhnlich des Morgens die ſteinalte Aſta, den letzten Reſt von Adelaidens Zoͤglingen im Schloßgarten ſpazieren fuͤhre.
Dort war er in der folgenden Minute; — eine Mauerluͤcke des verwilderten Parks ließ ihn ein und mit der Andacht ſtill ver⸗


