145 und meiner Verlaſſenheit lautjammernd an's Herz preßte.
Mein Vater war dieſer unvergeßlichen Freundin vorangegangen; die Stiefmutter hatte ſich ſammt dem Sohne nach ihrer Heimath gewandt, die Guͤter der Graͤfin, deren letzter edler Wille meine Zukunft ſicher ſtellte, ſielen einem verwilderten Nef⸗ fen zu, mit dem ich daſſelbe Dach nicht theilen mochte und deßhalb bald bei Anto⸗ nien, bald in der Vaterſtadt, bei dieſem Oheime Wohnung machte. Dem ungluͤck⸗ lichen Geliebten aber verhieß ich in jener goldenen Stunde der Verlobung die hei⸗ ligſte Treue. Noch waltet er unter den Lebenden, noch hat er mein Herz, noch iſt die Herſtellung mindeſtens denkbar, Weil⸗ hof's Braut demnach, ſo lange er athmen wird, die Seine und Ihres Beifalls hof⸗ fentlich gewiß, wenn ſie eben jetzt in ſeine
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