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O, die ihr hier verſammelt ſteht und vor Entſetzen Und vor Bewunderung verſtummt— verdammet Den Jüngling nicht, der dieſe Sprache gegen Den Vater und den König führt— Seht hieher! Für mich iſt er geſtorben! Habt ihr Thränen? Fließt Blut, nicht glühend Erz, in euren Adern? Seht hieher und verdammt mich nicht! (Er wendet ſich zum Könige mit mehr Faſſung und Gelaſſenheit.)
Vielleicht Erwarten Sie, wie dieſe unnatürliche Geſchichte Sich enden wird?— Hier iſt mein Schwert. Sie ſind Mein König wieder. Denken Sie, daß ich Vor Ihrer Rache zittre? Morden Sie Mich auch, wie Sie den Cdelſten gemordet. Mein Leben iſt verwirkt. Ich weiß. Was iſt Mir jetzt das Leben? Hier entſag' ich Allem, Was mich auf dieſer Welt erwartet. Suchen Sie unter Fremdlingen ſich einen Sohn— Da liegen meine Reiche—
(Er ſinkt an dem Leichnam nieder und nimmt an dem Folgenden keinen Antheil mehr. Man hört unterdeſſen von Ferne ein verworrenes Getöſe von Stimmen und ein Gedränge vieler Menſchen. Um den Koͤnig herum iſt eine tiefe Stille. Seine Augen durchlaufen den ganzen Kreis, aber Niemand begegnet ſeinen Blicken.)
König.
Nun? Will Niemand Antworten?— Jeder Blick am Boden— jedes Geſicht verhüllt!— Mein Urtheil iſt geſprochen. In dieſen ſtummen Mienen leſ' ich es Verkündigt. Meine Unterthanen haben mich Gerichtet.


