Teil eines Werkes 
2. Theil (1811)
Entstehung
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Heinrich hatte eben von des Freiherrn ungeladener Flinte mit dem augenblicklichen Tode bedroht, die ganze Litaney ſeiner Verraͤ⸗ thereien gebeichtet, als der Jaͤger die Ankunft einer Dame meldete, welche, zu Folge des ge⸗ fallenen Schuſſes, hart am Schloßberg aus dem Wagen geſtuͤrzt und ſehr beſchaͤdigt ſey. Er uͤbergab ihm den Judas Iſcharioth mit dem Befehl, denſelben nach dem Thurme zu brin⸗ gen und eilte der Angeſagten, wie einſt Vik⸗ torien, entgegen. Ihre Bedienten hatten ſie bereits auf ein Sopha des Vorzimmers gebet⸗

tet, die Kammerfrau wuſch ihr das Blut vom

Geſicht, er erkannte Sidonien. Sein Erſchrek⸗ ken loͤſte ſich in einen Ausruf des Erſtaunens, ſein gerechter Abſcheu in Erbarmen auf, die Kammerherrin aber oͤffnete, von jenem Ton geweckt, die Augen, ſtarrte ihn an und rief, mit kaum verhaltener Wuth Sie ſchoſſen

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