Teil eines Werkes 
3. Theil (1822)
Entstehung
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Ach warum, dachte ich dann oft, unter bit⸗ tern Thraͤnen: warum bin ich nicht ſchoͤn, da nur Anmuth die Blume des Lebens pfluͤckt, nur ſie die Neſſeln unſrer Beſtim⸗ mung mit Roſen uͤberdeckt? Und die Ver⸗ nunft entgegnete Iſt denn dieſe ſchoͤne Julie gluͤcklich? Verletzt ſie keine dieſer Neſſeln? Verkuͤm⸗ mert der Schoͤnheit Fluch, die Eigenſucht, keinen ihrer Triumphe? Vermag ein Weſen, das, gewoͤhnt ohne Saat zu ernten, das, aufgewiegelt von Lockungen und Schmeiche⸗ leien, unter der Befriedigung erliegt, im Kampfe mit Leidenſchaften zu beſtehene Kann es die Religion der Unſchuld, den ſuͤßen Frie⸗ den der Unbefangenheit bewahren, heitere Blicke in die Tage des Bluͤthenfalls, hoff⸗ nungvolle in eine Welt werfen, wo keine erntet, die nicht ſaͤete? Getroͤſtet ſah ich dann, im Geiſt, den ſchoͤnen Stern, wo nur die