Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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ſeit nur zu oft, ſtatt der getraͤumten Weide, Dornen und Unwetter. Erheitre dich, fuhr ſie liebkoſend fort, zog ſanft die Binde von des Maͤdchens Auge und ſprach Selig iſt dies erloſchene, denn es wird Gott ſchauen! Laß mich es kuͤſſen! ich kenne Dein Schickſal und wuͤrde Dich beklagen, wenn ich Dich nicht bewundern muͤßte. Emma ergluͤhte in Flammen der bedraͤn⸗ genden Demuth. Hat mich der Arzt verra⸗ then, erwiederte ſie, ohne aufzuſehen: ſo glauben Sie ihm nur zur Halbſchied, denn er ſchwaͤrmt noch im grauen Haarc, und fuͤgte mir im unverdienten, guͤnſtigen Vor⸗ begriffe, am liebſten Cherubfluͤgel bei. Was ich fuͤr jenen Mann gethan, hat kein Ver⸗ dienſt, ich war es mir und meinem Gott, der Pflicht und dem Gewiſſen ſchuldig. O, ſehn Sie nur in dieß erſtorbene und entſtellte Auge. Mußte es ihm nicht, bei jedem Hinblick,