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genommen, eine Laͤnge von zweitauſend vierhundert Schritten. Dabei war dieſe furchtbare Maſchine ſo kuͤnſtlich organiſirt und ſo reichlich mit Werkzeugen des Todes ausgeruͤſtet, daß ſie gleich einem lebendigen Weſen ſich ſelbſt vertheidigen, auf das Commandowort Flammen ſpeien, und auf Alles, was ihr nahe kam, Verderben ausſchuͤtten konnte. Außer den beiden Forts, St. Maria und St. Philipp, welche die Bruͤcke an bei⸗ den Ufern begraͤnzten, und außer den zwei hoͤlzernen Baſteien auf der Bruͤcke ſelbſt, welche mit Soldaten angefuͤllt und in allen vier Ecken mit Kanonen beſetzt waren, enthielt jedes der zweiunddreißig Schiffe noch dreißig Bewaffnete, nebſt vier Matroſen zu ſeiner Bedeckung, und zeigte dem Feinde, er moͤchte nun von Seeland herauf oder von Antwerpen herunter ſchiffen, die Muͤndung einer Kanone Man zaͤhlte in Allem ſiebenundneunzig Kanonen, die ſowohl uͤber der Bruͤcke, als unter derſelben vertheilt waren, und mehr als fuͤnfzehnhundert Mann, die theils die Baſteien, theils die Schiffe beſetzten, und, wenn es noth that, ein furchtbares Musketenfeuer auf den Feind unterhalten konnten.
Aber dadurch allein glaubte der Herzog ſein Werk noch nicht gegen alle Zufaͤlle ſicher geſtellt zu haben. Es war zu erwarten, das der Feind nichts unverſucht laſſen wuͤrde, den mittlern und ſchwaͤchſten Theil der Bruͤcke durch die Gewalt ſeiner Maſchinen zu ſprengen; dieſem vorzubeugen, warf er laͤngs der Schiffbruͤcke und in einiger Entfernung von derſelben noch eine beſondere Schutzwehr auf, welche die Gewalt brechen ſollte die auf die Bruͤcke ſelbſt moͤchte ausgeuͤbt werden. Dieſes Werk beſtand aus dreiunddreißig Barken von betraͤchtlicher Groͤße, welche in einer Reihe, quer uͤber den Strom hingelagert, und je drei und drei mit Maſtbaͤum en aneinander befettigt maren, ſo daß ſie eilf verſchiedene Gruppen bildeten. Jede derſelben ſtreckte,
Schillers ſaͤmmtl. Werke. VIII- 28


