Teil eines Werkes 
7. Band (1838)
Entstehung
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Theſeus. Verlaſſen willſt du mich, mein Sohn?

Hippolyt.

Ich ſuchte Sie nicht! Du brachteſt ſie an dieſe Kuſte! Du warſt es ſelbſt, o Herr, der mir beim Scheiden Aricien und die Königin anvertraut, Ja mich zum Huͤter uͤber ſie beſtellt. Was aber könnte nun mich hier noch halten? Zu lange ſchon hat meine müß'ge Jugend Sich an dem ſcheuen Wilde nur verſucht. Wär's nun nicht Zeit, unwurd'ge Ruhe fliehend, Mit edlerm Blute mein Geſchoß zu färben? Noch hatteſt du mein Alter nicht erreicht, Und manches Ungeheuer fuhlte ſchon Und mancher Räuber deines Armes Schwere. Des Uebermuthes Rächer hatteſt du Das ufer zweier Meere ſchon geſichert; Der Wanderer zog ſeine Straße frei, Und Hercules, als er von dir vernahm, Fing an, von ſeiner Arbeit auszuruhn. Doch ich, des Helden unberühmter Sohn, That es noch nicht einmal der Mutter gleich! O gönne, daß mein Muth ſich endlich zeige, Und wenn ein Ungeheuer dir entging, Daß ich's beſiegt zu deinen Fuͤßen lege; Wo nicht, durch einen ehrenvollen Tod Mich aller Welt als deinen Sohn bewähre. Theſeus.

Was muß ich ſehen? Welch ein Schreckniß iſt's,