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Phädra— Doch, große Götter! Nein!
Das Graͤßliche bedeck' ein ewig Schweigen! Theramen.
Willſt du von dannen, das Schiff iſt ſegelfertig;
Doch, Herr, Athen hat ſich bereits erklärt.
Man hat das Volk nach Zunften ſtimmen laſſen;
Dein Bruder hat die Stimmen; Phaͤdra ſiegt!
(Hippolyt macht eine Bewegung des Erſtaunens.) Ein Herold kommt ſo eben von Athen, Der ihr den Schluß des Volkes uberbringt.
Ihr Sohn iſt König. Hippolyt.
Phädra! Große Götter! Ihr kennt ſie! Iſt's der Lohn für ihre Tugend? . Theramen. Indeß ſchleicht ein Gerücht umher, der König Sey noch am Leben. Man will ihn in Epirus Geſehen haben— Aber hab' ich ihn nicht dort Erfragt, und weiß ich nicht zu gut— Hippolyt.
Thut nichts. Man muß auf Alles hören, nichts verſäumen, Und forſchen nach der Quelle des Geruchts. Verdient es nicht, daß wir die Fahrt einſtellen, So gehen wir, was es auch koſten mag, Der Wuͤrdigſten das Scepter zuzuwenden!


