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Die mir bis jetzt den kuüͤhnen Muth verliehn, So manche Schranke mir ſchon uͤberſtiegen, Dein Feuer laß auf meinen Lippen gluhn! 4 Hilf mir in dieſem ſchwerſten Kampfe ſiegen! (Sie betrachtet den Schlafenden.) Der Liebſte ſchläaft. Sey ruhig, pochend Herz, Erzittre nicht! Nicht gern, ihr holde Augen, Scheuch' ich den goldnen Schlummer von euch weg; Doch ſchon ergraut der Tag, ich darf nicht ſaumen. (Sie naͤhert ſich ihm und beruͤhrt ihn ſanſt.) Prinz, wachet auf! Kalaf(erwachend). Wer ſtoret meinen Schlummer? Ein neues Trugbild? Nachtgeſpenſt, verſchwinde! Wird mir kein Augenblick der Ruh' vergönnt? Adelma. Warum ſo heftig, Prinz? Was fürchtet Ihr? Nicht eine Feindin iſt's, die vor Euch ſteht; Nicht Euren Namen will ich Euch entlocken. Kalaf. Iſt Dies dein Zweck, ſo ſpare deine Müh'! Ich ſag' es dir voraus, du wirſt mich nicht betruͤgen. Adelma. Berrügen? ich? Verdien' ich den Verdacht? Sagt an, war hier nicht Skirina bei Euch, Mit einem Brief Euch liſtig zu verſuchen? Knlaſ. Wohl war ſie hier. Adelma. Doch hat ſie nichts erlangt?


