Teil eines Werkes 
6. Band (1838)
Entstehung
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Kalaf.

Ruf' nicht ſo großes Unglück auf dich her! Ich glaube dir. Geh', ſage der Prinzeſſin: Leicht ſey es ihr, in dieſem Streit zu ſiegen: Mehr als durch ihren glänzenden Verſtand Wird ſich ihr Ruhm erheben, wenn ihr Herz Empfinden lernt, wenn ſie der Welt beweist, Sie koͤnne Mitleid fuͤhlen, könne ſich 3 Entſchließen, einen Liebenden zu tröſten Und einen greiſen Vater zu erfreuen. Iſt Dies etwa die gute Botſchaft, ſprich, Die ich zu hören habe?

ZBelima.

Nein, mein Prinz, Wir geben uns ſo leichten Kaufes nicht; Man muß Geduld mit unſrer Schwachheit haben. — Höoͤrt an!

Kalaf.

Ich hoͤre. Zelima. Die Prinzeſſin ſchickt mich.

— Sie bittet Euch um einen Dienſt— Laßt ſie Die Namen wiſſen, und im Uebrigen Vertraut Euch kühnlich ihrer Großmuth an. Sie will nur ihre Eigenliebe retten, Nur ihre Ehre vor dem Divan loͤſen. Voll Güte ſteigt ſie dann von ihrem Thron Und reicht freiwillig Euch die ſchoͤne Rechte. — Entſchließt Euch, Prinz. Ihr waget nichts dabei. Gewinnt mit Guͤte dieſes ſtolze Herz,