Skirina. Mich ſtrafe Fohi, wenn ich Euch Das luͤge! Kalaf. Bejammernswerther Vater! Arme Mutter! Skirina(dringend).
Kein Augenblick iſt zu verlieren! Kommt! Bedenkt Euch nicht; ſchreibt dieſe wen'gen Worte. Fehlt Euch das Nöthige, ich bracht' es mit. (Sie zieht eine Schreibtafel hervor.) Genug, wenn dieſer kummervolle Greis Zwei Zeilen nur von Eurer Hand erhält,
Daß Ihr noch lebt, und daß Ihr Gutes hofft. Sonſt treibt ihn die Verzweiflung an den Hof; Er nennt ſich dort, und Alles iſt verloren.
Kalaf. Ja, gib mir dieſe Tafel! (Er iſt im Vegriff zu ſchreiben, haͤlt aber ploͤtzlich inne und ſieht ſie forſchend an.)
Skirina! Haſt du nicht eine Tochter im Serail? — Ja, ja, ganz recht. Sie dient als Sklavin dort Der Turandot: dein Mann hat mir's geſagt. Skirina. Nun ja! Wie kommt Ihr darauf? . Kalaf. 3 Skirina! Geh' nur zuruͤck und ſage meinem Vater Von meinetwegen, daß er ohne Furcht Geheimen Zutritt bei dem Kaiſer fordre Und ihm entdecke, was ſein Herz ihn heißt: Ich bin's zufrieden.


