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Erheb' ihn wieder! Frei, aus eigner Wahl
Reich' ihm die Hand und endige ſein Leiden
— Komm, meine Tochter, ſchwoͤre mir, daß du
Das thun willſt, und ſogleich— wir ſind allein—
Sollſt du die Namen wiſſen. Das Geheimniß,
Ich ſchwoͤre dir, ſoll mit uns Beiden ſterben.
So löst der Knoten ſich erfreulich auf:
Du kröneſt dich mit neuem Siegesruhm,
Verſoͤhneſt dir durch neue Edelthat
Die Herzen meines Volks, gewinnſt dir ſelbſt
Den Wuͤrdigſten der Erde zum Gemahl,
Erfreueſt, tröſteſt nach ſo langem Gram
In ſeinem hohen Alter deinen Vater. Curandot
(iſt waͤhrend dieſer Rede in eine immer zunehmende Vewegung gerathen).
Ach, wie viel arge Liſt gebraucht mein Vater! — Was ſoll ich thun? Mich auf Adelmas Wort Verlaſſen und dem ungewiſſen Glück Vertraun? Soll ich vom Vater mir die Namen Entdecken laſſen und den Nacken beugen In das verhaßte Joch?— Furchtbare Wahl!
(Sie ſteht unentſchloſſen in heſigem Kampf mit ſich ſelbſt.) Herunter, ſtolzes Herz, bequeme dich! Dem Vater nachzugeben, iſt nicht Schande!
(Indem ſie einige Schritte gegen Altoum macht, ſteht ſie ploͤtzrich wieder ſtill.)
Doch, wenn Adelma— ſie verſprach ſo kühn,
So zuverſichtlich— wenn ſie's nun erforſchte,
Und uͤbereilt hätt' ich den Schwur gethan! Altoum.
Was ſinneſt du und ſchwankeſt, meine Tochter,
In zweifelnden Gedanken hin und her?


