Teil eines Werkes 
6. Band (1838)
Entstehung
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Stauffacher. Wo wollt Ihr hin? O, eilt nicht ſo von dannen.

Tell. Mein Haus entbehrt des Vaters. Lebet wohl! Stauffacher. Mir iſt das Herz ſo voll, mit Euch zu reden. — Tell. 3 Das ſchwere Herz wird nicht durch Worte leicht. Stauffacher. Doch konnen Worte uns zu Thaten fuͤhren. Tell. Die einz'ge That iſt jetzt Geduld und Schweigen. Stauffacher. Soll man ertragen, was unleidlich iſt? Tell.

Die ſchnellen Herrſcher ſind's, die kurz regieren. — Wenn ſich der Föhn erhebt aus ſeinen Schlünden, Löſcht man die Feuer aus, die Schiffe ſuchen Eilends den Hafen, und der maͤcht'ge Geiſt Geht ohne Schaden ſpurlos über die Erde. Ein Jeder lebe ſtill bei ſich daheim: Dem Friedlichen gewaͤhrt man gern den Frieden. 8 Stauffacher. Meint Ihr? Tell. Die Schlange ſticht nicht ungereizt. Sie werden endlich doch von ſelbſt ermüden, Wenn ſie die Lande ruhig bleiben ſehn.

Stauffacher. Wir koͤnnten viel, wenn wir zuſammen ſtanden.

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