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Beatrice. Lebe fuͤr unſre Mutter! Don Ceſar(läßt ihre Hand los, zurücktretend). Für die Mutter— Beatrice(neigt ſich an ſeine Bruſt). Lebe für ſie und tröſte deine Schweſter. Chor.(Bohemund). Sie hat geſiegt! Dem rührenden Flehen Der Schweſter konnt' er nicht widerſtehen. Troſtloſe Mutter! gib Raum der Hoffnung, Er erwaͤhlt das Leben, dir bleibt dein Sohn! (In dieſem Augenblick läßt ſich ein Chorgeſang hören, die
Flügelthüre
wird geöffnet, man ſieht in der Kirche den Katafalk aufgerichtet und
den Sarg von Candelabern umgeben.) Don Ceſar(gegen den Sarg gewendet).
Nein, Bruder! Nicht dein Opfer will ich dir Entziehen— deine Stimme aus dem Sarg Ruft mächt'ger dringend als der Mutter Thraͤnen Und maͤcht'ger als der Liebe Flehn— Ich halte In meinen Armen, was das ird'ſche Leben Zu einem Los der Götter machen kann— Doch ich, der Mörder, ſollte glücklich ſeyn, Und deine heil'ge Unſchuld ungerächet Im tiefen Grabe liegen?— Das verhuͤte Der allgerechte Lenker unſrer Tage, Daß ſolche Theilung ſey in ſeiner Welt— — Die Thraͤnen ſah ich, die auch mir gefloſſen: Befriedigt iſt mein Herz, ich folge dir.
(Er durchſticht ſich mit einem Dolch und gleitet ſterbend an ſeiner Schweſter
nieder, die ſich der Mutter in die Arme wirft.)


