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Verſchuldet, die Ungluͤckliche! Nicht Zeit Ward ihr gegönnt, den Segen zu vollziehen. Ein Mund hat, wie der andere, gelogen! Die Kunſt der Seher iſt ein eitles Nichts: Betrüger ſind ſie oder ſind betrogen. Nichts Wahres läßt ſich von der Zukunft wiſſen, Du ſchöpfeſt drunten an der Hölle Flüſſen, Du ſchöpfeſt droben an dem Quell des Lichts. Erſter Chor.(Cajetan.) Wehe! Wehe! Was ſagſt du? Halt' ein, halt' ein Bezähme der Zunge verwegenes Toben! Die Orakel ſehen und treffen ein: Der Ausgang wird die Wahrhaftigen loben. Iſabella. Nicht zähmen will ich meine Zunge, laut, Wie mir das Herz gebietet, will ich reden. Warum beſuchen wir die heil'gen Häuſer Und heben zu dem Himmel fromme Haͤnde? Gutmüth'ge Thoren, was gewinnen wir Mit unſerm Glauben? So unmöglich iſt's, Die Goͤtter, die hochwohnenden, zu treffen, Als in den Mond mit einem Pfeil zu ſchießen. Vermauert iſt dem Sterblichen die Zukunft, Und kein Gebet durchbohrt den ehrnen Himmel. Ob rechts die Voͤgel fliegen oder links, Die Sterne ſo ſich oder anders fuͤgen! Nicht Sinn iſt in dem Buche der Natur: Die Traumkunſt träumt, und alle Zeichen trügen. Zweiter Chor.(Bohemund.) Halt' ein, Unglückliche! Wehe! Wehe! Du leugneſt der Sonne leuchtendes Licht
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