Teil eines Werkes 
4. Band (1838)
Entstehung
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Thekla. Ich kann's ihr nicht erſparen!— Geh' nur, geh'! Neubrunn. Bedenken Sie doch ja wohl, was Sie thun. Thekla. Bedacht iſt ſchon, was zu bedenken iſt. Neubrunn. und, ſind wir dort, was ſoll mit Ihnen werden? Thekla. Dort wird's ein Gott mir in die Seele geben. Neubrunn.

Ihr Herz iſt jetzt voll Unruh', theures Fraͤulein:

Das iſt der Weg nicht, der zur Ruhe führt. Thekla.

Zur tiefen Ruh', wie er ſie auch gefunden.

— O, eile, geh'! Mach' keine Worte mehr!

Es zieht mich fort, ich weiß nicht, wie ich's nenne,

Unwiderſtehlich fort zu ſeinem Grabe!

Dort wird mir leichter werden, augenblicklich!

Das herzerſtickende Band des Schmerzens wird

Sich löſen— Meine Thranen werden fließen.

O, geh', wir könnten längſt ſchon auf dem Weg ſeyn.

Nicht Ruhe find' ich, bis ich dieſen Mauern

Entronnen bin— ſie ſtürzen auf mich ein—

Fortſtoßend treibt mich eine dunkle Macht

Von dannen— Was iſt Das für ein Gefühl!

Es füllen ſich mir alle Räume dieſes Hauſes

Mit bleichen, hohlen Geiſterbildern an—

Ich habe keinen Platz mehr— immer neue!

Es drängt mich das entſetzliche Gewimmel

Aus dieſen Waͤnden fort, die Lebende!