Teil eines Werkes 
4. Band (1838)
Entstehung
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Ein Zimmer bei der Herzogin. Neunter Auftritt. Thekla in einem Seſſel, bleich, mit geſchloſſenen Augen. Herzogin und Fräulein von Neubrunn um ſie beſchäftigt. Wallenſtein und die Gräſin im Geſpräch.

Wallenſtein. Wie wußte ſie es denn ſo ſchnell? . Gräfin. . Sie ſcheint Unglück geahnt zu haben. Das Gerücht Von einer Schlacht erſchreckte ſie, worin Der kaiſerliche Oberſt ſey gefallen. Ich ſah es gleich. Sie flog dem ſchwediſchen Courier entgegen und entriß ihm ſchnell Durch Fragen das unglückliche Geheimniß. Zu ſpat vermißten wir ſie, eilten nach; Ohnmaächtig lag ſie ſchon in ſeinen Armen. Wallenſtein. So unbereitet mußte dieſer Schlag Sie treffen! Armes Kind!— Wie iſt's? Erholt ſie ſich? (Indem er ſich zur Herzogin wendet.) Herzogin. Sie ſchlägt die Augen auf. Gräfin. Sie lebt! Chekla(ſich umſchauend). Wo bin ich? Wallenſtein (tritt zu ihr, ſie mit ſeinen Armen aufrichtend).

Komm zu dir, Thekla. Sey mein ſtarkes Maädchen!