Teil eines Werkes 
3. Band (1838)
Entstehung
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Carlos (geht auf ihn zu und nimmt ihn bei der Hand, voll der innigſten Empfindung). Nein, nein! Er wird— er kann nicht widerſtehn! So vieler Erhabenheit nicht widerſtehn!— Ich will Dich zu ihm führen. Arm in Arme wollen Wir zu ihm gehen. Vater, will ich ſagen, Das hat ein Freund für ſeinen Freund gethan. Es wird ihn rühren. Glaube mir, er iſt Nicht ohne Menſchlichkeit, mein Vater. Ja! Gewiß, es wird ihn rühren. Seine Augen werden Von warmen Thraͤnen übergehn, und dir Und mir wird er verzeihn— (Es geſchieht ein Schuß durch die Gitterthüre. Carlos ſpringt auf.) Ha! Wem galt Das? Marquis. Ich glaube, mir. 8(Er ſinkt nieder.) Carlos (fällt mit einem Schrei des Schmerzes neben ihm zu Boden). O himmliſche Barmherzigkeit! Marquis(mit brechender Stimme). Er iſt geſchwind— der König— Ich hoffte— länger— Denk' auf deine Rettung— Hoͤrſt du?— auf deine Rettung— deine Mutter Weiß Alles— ich kann nicht mehr— (Carlos bleibt wie todt bei dem Leichnam liegen. Nach einiger Zeit tritt der König herein, von vielen Granden begleitet, und fährt bei dieſem Anblick betreten zuruͤck. Eine allgemeine und tiefe Pauſe. Die Granden ſtellen ſich in einen halben Kreis um dieſe Beiden und ſehen