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Sparſame Reize verleih' mir, Dione, Keuſche Umarmungen, heiligen Kuß, Deiner Freuden beſcheidnen Genuß! Goͤttin, mit deinem Wahnſinn verſchone!
Gegenſtrophe.
Verſchieden iſt der Sterblichen Beſtreben, Und ihre Sitten mancherlei;
Doch eine That wird ewig leben,
Genug, daß ſie vortrefflich ſey.
Zucht und Belehrung lenkt der Jugend Bildſame Herzen früh zur Tugend.
Wenn Scham und Weisheit ſich vereinen, Sieht man die Grazien erſcheinen
Und Sittlichkeit, die fein entſcheidet, Was ehrbar iſt und edel kleidet—
Das gibt den hohen Ruhm des Weiſen, Der nimmer altert mit den Greiſen.
Groß iſt's, der Tugend nachzuſtreben: Das Weib dient ihr im ſtillen Leben Und in der Liebe ſanftem Schoß; Doch in des Mannes Thaten malen Sich prangend ihre tauſend Strahlen, Da macht ſie Städt' und Länder groß. 3
Epode. O Paris! Paris! wäreſt du geblieben, Wo du das Licht zuerſt geſehn, Wo du die Heerde ſtill getrieben, Auf Idas triftenreichen Höhn!


