Teil eines Werkes 
3. Band (1838)
Entstehung
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Des Ehebettes wuͤnſcheſt du zurücke?

Bin ich's, der dir ſie geben kann? Iſt's recht, Wenn du die Heimgeführte ſchlecht bewahrteſt, Daß ich Unſchuldiger es büßen ſoll?

Mein Ehrgeiz bringt dich auf? Wie aber nennſt Du das, Vernunft und Billigkeit verhöhnen, Um eine ſchöne Frau im Arm zu haben?

O wahrlich! eines ſchlechten Mannes Freuden Sind Freuden, die ihm ähnlich ſehn! Weil ich Ein raſches Wort nach beſſ'rer Ueberlegung Zurücknahm, bin ich darum gleich raſend?

Iſt's Einer, wer iſt's mehr, als du, der, wieder Zu haben die Abſcheuliche, die ihm

Ein gnaͤd'ger Gott genommen, keine Mühe

Zu groß und keinen Preis zu theuer achtet?

Um deinetwillen, meinſt du, haben Tyndarn Durch tollen Schwur die Fürſten ſich verpflichtet? Der Hoffnung ſüße Göttin riß, wie dich,

Die Liebestrunkenen dahin. So führe

Sie denn zum Krieg nach Troja, dieſe Helfer! Es kommt ein Tag, ſchon ſeh' ich ihn, wo euch Des nichtigen, gewaltſam ausgepreßten

Geluͤbdes ſchwer gereuen wird. Ich werde

Nicht Mörder ſeyn an meinen eignen Kindern. Tritt immerhin, wie deine Leidenſchaft es heiſcht, Gerechtigkeit und Billigkeit mit Füßen,

Der Racher einer Elenden zu ſeyn.

Doch mit verruchten Mörderhänden gegen

Mein theures Kind, mein eigen Blut zu raſen Abſcheulich! Nein! Das würde Nacht und Tag In heißen Thraͤnenfluthen mich verzehren.