Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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Verhaͤngniß band meine Zunge, wie meine Liebe, und dulden muß ich's, wenn du mich als eine gemeine Metze mißhandelſt.

Ferdinand. Fühlſt du dich wohl, Louiſe?

LCouiſe. Wozu dieſe Frage? 3

Ferdinand. Sonſt ſollte mir's leid um dich thun, wenn du mit einer Luͤge von hinnen muͤßteſt.

Louiſe. Ich beſchwoͤre Sie, Walter!—

Ferdinand(unter heftigen Bewegungen). Nein! nein! Zu ſataniſch waͤre dieſe Rache! Nein! Gott bewahre mich! In jene Welt hinaus will ich's nicht treiben.— Louiſe! Haſt du den Marſchall geliebt? Du wirſt nicht mehr aus dieſem Zim⸗ mer gehen.

Founife. Fragen Sie, was Sie wollen. Ich antworte nichts mehr.(Sie ſetzt ſich nieder.)

Ferdinand(ernſte⸗). Sorge fuͤr deine unſterbliche Seele, Louiſe!— Haſt du den Marſchall geliebt? Du wirſt nicht mehr aus dieſem Zimmer gehen. 5

Sauiſe. Ich antworte nichts mehr.

Ferdinand(eäͤllt in fuͤrchterlicher Bewegung vor ihr nieder). Louiſe! Haſt du den Marſchall geliebt? Ehe dieſes Licht noch ausbrennt— ſtehſt du— vor Gott!

Louiſe(ſaͤhrt erſchrocken in die Hoͤhe). Jeſus! Was iſt das? ——— und mir wird ſehr uͤbel.(Sie ſinkt auf den Seſſel zuruͤck.)

Ferdinand. Schon?— Ueber euch Weiber und das ewige Raͤthſel! Die zaͤrtliche Nerve haͤlt Frevel feſt, die die Menſchheit an ihren Wurzeln zernagen; ein elender Gran Arſenik wirft ſie um.

Pouiſe. Gift! Gift! O mein Herrgott!

Ferdinand. So fuͤrcht' ich. Deine Limonade war in der Hoͤlle gewuͤrzt. Du haſt ſie dem Tod zugetrunken.