Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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Guiſe's Truppen noch eine naͤhere Auskunft begehrt. Pre⸗ voſt, thut, wie ich befohlen!

Der Anfuhrer der Trabanten verhaftete ohne irgend einen Widerſtand zu finden, die beiden bezeichneten Maͤn⸗ ner, und alle übrigen entfernten ſich eilig, als auf einen Wink der Regentin der durch die Trabanten beſetzte Aus⸗ gang frei gegeben wurde.

Noch in derſelben Nacht reiſ'ten die Regentin, die Herzogin und Budé gegen Lyon: dieſe, um dem Suͤden naͤher alle moͤglichen Anſtalten zur Unterſtuͤtzung oder Be⸗ freiung ihres Sohnes und zur Deckung der Landesgrenzen zu treffen, letztere beide um mit der Graͤfin Francoiſe, welche durch einen Eilboten nach Avignon beſchieden wurde, dem Koͤnige Geſellſchaft und Troſt in die Gefangenſchaft zu bringen. Die Regentin erhob ſich in dieſer ſchrecklichen Lage zur Hoͤhe einer umſichtigen, maͤßigen und doch ener⸗ giſchen Herrſcherin, und zur Hoͤhe einer Mutter, welche alle Vorurtheile zum Opfer brachte, die ſchmerzhafte Lage ihres Sohnes zu erleichtern. Es iſt gleichguͤltig, ſagte ſie zu Budé, was ich bisher von der Chateaubriant gedacht, und wie ich in ihrem Betreff gehandelt habe, ſie iſt mei⸗ nem Sohne werth, und fern ſei es von mir, ſie ihm von nun an, da er des Troſtes ſo beduͤrftig iſt, zu entziehn. Mit dieſer Aenderung der Lage verſchwindet auch mein Groll gegen Euch, und Ihr koͤnnt meines Schutzes ſicher ſein. Ihr ſeid meinem Sohne ebenfalls werth, Ihr ſeid welterfahren, ſeid im Vatikan von Eurer fruͤheren Ge⸗ ſandtſchaft her bekannt, ſeid vertraut mit den hundertfaͤl⸗