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Mit dieſen Worten eilte die Fürſtin von ihrem Begleiter weg.
„Und ſo trennen wir uns? Scheiden wir hier auf ewig? Doch nein, es iſt noch Zeit!— wir ſehen uns noch einmal.“
Ein leiſes unterdrücktes Aechzen ſchien aus den Gräbern hervorzutönen, als die Fürſtin zum Thore eilte, wo eine Magd ſie erwartete. Ihre lange Abweſenheit hatte zu Hauſe eine kleine Unruhe ver⸗ urſacht. Ihr brennendes Gehirn fand einige Er⸗ leichterung, als ſie aus der feuchten Atmoſphäre und dem zweifelhaften Zwielicht der dunkeln Wöl⸗ bung in eine reinere Luft kam und unter den pur⸗ purnen Baldachin des Himmels. Sie hielt an, um die friſche Abendluft einzuathmen, die ihre brennende Stirne und Wange ſanft fächelte. Der Mond, der eben über den Nachbarhäuſern aufging, ſtrahlte hell auf die edle, gothiſche Fagade des heiligen Gebäu⸗ des, das ſie verlaſſen hatte. All das reiche Schnitz⸗ werk, die feine Maurerarbeit; der hohe, gothiſche Thurm, die Arbeit und der Triumph vergangener Jahrhunderte, die Bewunderung der Nachwelt, war vollkommen ſichtbar; aber wie von einer Zauberruthe berührt, erſchienen die verſchlungenen Zierrathen, die im vollen Glanz des Tageslichtes ſchwarz und düſter ausſahen, wie in Seide gekleidet. Kein Bild, nicht
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