„Wurdeſt Du nicht vorgelaſſen?“ fragte Albert, aus einer Art Stumpfſinn erwachend.
„Man ließ mich warten wie einen Knecht,“ ver⸗ ſetzte der Mann,„der ich doch mit der ganzen Diener⸗ ſchaft auf ſo freundſchaftlichem Fuße ſtand. Ich bitte Sie, mich niemals mehr mit einer ſolchen Bot⸗ ſchaft wegzuſenden.“
„Nein,“ donnerte Roſenthal, die Briefe und Schmuckſachen in das Käſtchen werfend und dieſes verſhü ded„Geb⸗ ich weiß genug!“
Nachdem Albert 8 ſeinen Diener entlaſſen, be⸗ mühte er ſich, einen Plan für die Zukunft zu ent⸗ werfen; aber ehe er ſich über das Benehmen, das er zu beobachten habe, entſchloſſen hatte, erbielt er Befehle, mit einer Verſtärkung gegen T.... zu ziehen, wo ein Aufruhr ausgebrochen war, und in wenigen Stunden war die Abtheilung bewaffnet und zog eilig gegen die unruhigen Gegenden.
Vielleicht konnten wenige Umſtände beſſer ge⸗ eignet ſeyn, die Elemente des Muths und Edel⸗ ſinns, die den Grundzug von Alberts Weſen aus⸗ machten, hervorzurufen, als die, in welche er jetzt zufällig verſetzt war. Das ihm anvertraute Kom⸗ mando war von ſolcher Wichtigkeit, daß ſeine ganze Thatkraft geweckt werden mußte; ſo wurden ſeine Gefühle auf eine ganz andere Richtung hingeleitet,


