Teil eines Werkes 
3. Band (1839)
Entstehung
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der Liberalismus, dieſes einem öſtreichiſchen Geiſte unbekannte Element, war nach und nach in meine Bruſt gedrungen, die unter dieſer geiſtigen Glut ſich wärmte und ausdehnte, und wenn auch meine Em⸗ pfindungen nicht den Ausdruck jener ſchwärmeriſchen Begeiſterung trugen, durch den ſich die feinigen aus⸗ zeichneten, wenn ich die Erhabenheit ſeiner Anſichten nicht erreichte, ſo glaubte ich doch, daß die Feſſeln des Deſpotismus allzu dicht um die zerfleiſchten Glieder des gefolterten Europa gezogen ſeyen, und ich ſehnte mich, Zeuge zu ſeyn von dem Kampfe, der die Be⸗ freiung herbeiführen würde. Freiheit der Anſichten, Preßfreiheit, Wahlfreiheit, vor Allem aber Ge⸗ wiſſensfreiheit ſind auf der jetzigen hohen Stufe der Civiliſation unerläßlich. Die Tage der Barbarei, des Pfaffentrugs, der Feudalherrſchaft ſind vorüber. Der ſtets geſchäftige Geiſt der Erfindung, der eine neue Welt entdeckte, ein neues Bild der Sprache ſchuf, konnte nicht länger in die Feſſeln armſeliger Politik geſchlagen oder von mönchiſchem Aberglauben beherrſcht werden. Frankreich hat bereits vom Baum der Erkenntniß gekoſtet. Die Verbrechen, die Tu⸗ genden, der Patriotismus und das Martyrthum von 1793 öffneten die Schleußen, und der reißende Strom der Revolution und Demokratie überſchwemmte das Land; aber ſo ſchrecklich die Umwälzung war, welche