des Freiherrn, als vernichtend für ſein eigenes Glück waren.
In der Beſorgniß, die kleinſte Zögerung könnte die betrübendſten Folgen herbeiführen, ſchrieb er ſo⸗ fort an Lindenberg. Sein Brief war der Ausdruck ſeiner Seele. Er enthielt eine Erneuerung ſeiner Gelübde und wiederholte Verſicherungen unveränder⸗ licher Liebe und unerſchütterlicher Treue. Als er die eng geſchriebenen Seiten überblickte, fühlte er, daß ſie nicht ein Zehntheil der Empfindungen enthielten, die ſich ſeinem Geiſte aufdrängten. Tauſendmal war er verſucht, ſeine Feder wegzuwerfen und dem ge⸗ ſunden Verſtande und der Kriegszucht zum Trotze zu fliehen und das Schickſal Ella's und das Unglück ihrer Aeltern zu theilen. Nur das hohe Pflichtgefühl des Soldaten widerſetzte ſich den Wünſchen ſeines Herzens; und als er ſich den grauſamen Befehlen der Vernunft unterwarf, faßte er gleichwohl den feſten Entſchluß, den erſten ruhigen Augenblick zu ergreifen, um ſich von ſeinem Regimente zu ent⸗ fernen und perſönlich ſeine Anſprüche auf ſeine Braut geltend zu machen. Nachdem er in ſeinem Briefe an Lindenberg die eigenthümliche Peinlichkeit ſeiner Lage geſchildert hatte, fuhr er ſo fort:
„Stoßen Sie mich nicht von ſich; was mein Vater in ſeiner Uebereilung geſchrieben haben mag,


