Teil eines Werkes 
2. Band (1839)
Entstehung
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abweſenden Sohn zu umarmen, war nicht allein ſeiner

innigen Liebe willkommen, ſondern er fühlte auch, daß ſeine Tochter dadurch gerettet würde, daß die neue Richtung, die ihre Gedanken plötzlich dadurch erhielten, die geringfügigen, aber für die Seele be⸗ ruhigenden Einzelnheiten, die ihren Geiſt beſchäf⸗ tigten, weit wohlthätiger wirkten, als Vernunft⸗ gründe oder überzeugende Logik.

Heiterkeit lächelte wieder einmal in dem häus⸗ lichen Kreiſe, und nur die Gegenwart Leopolds war noch nöthig, um das Dämmern der Hoffnung in den Sonnenſchein der Wirklichkeit zu verwandeln. Die Jahreszeit war weit vorgeſchritten, das Wetter kalt und unfreundlich, die Tage hatten ihre kürzeſte Dauer erreicht und die traurige Länge eines Januar⸗ abends forderte die anregenden Hülfsmittel eines lodernden Heerdes und fröhlicher Laune. Der durch⸗ ſichtige Grund des Sees, der ſonſt in tauſend leb⸗ haften Farben ſtrahlte, war jetzt eine ununterbro⸗ chene Eisfläche; zu Zeiten hörte man das Aechzen der Fichtenwälder, wenn der Winterſturm durch die hohen Bäume ſauste und in ſeinem furchtbaren Laufe ihre ſtolzen Häupter beugte. Die ſchönen, langen Aeſte des Lerchenbaumes mit jener biegſamen Zier⸗ lichkeit, welche die Schönheit des Baumes ſo weſent⸗ lich erhöht, hatte der kalte Froſt mit einer dichten Rinde