2 271 e⸗
nichts von ihrem Unglück. Sie waren mir anſtößig nur als eine Dynaſtie, welche durch die vereinigten Bajonette Englands, Rußlands und Preußens auf⸗ recht gehalten wurde; es war Grund genug für mich, ihnen entgegen zu ſeyn, daß ihre Anſprüche durch die Feinde Bonaparte's geltend gemacht wurden.
„Tauſende, Millionen Franzoſen haben lange gedacht und gefühlt, wie ich. Die Blüthe des Hee⸗ res; wetterfeſte Veteranen; bartloſe Jünglinge, die kaum der Schule entwachſen; Gelehrte, Künſtler und viele gewaltige Charaktere; alle vereinigen ſich mit dem ausbrechenden überfließenden Enthuſiasmus des Volks, das ſtets in freudiger Erwartung Na⸗ poleons des Zweiten harrt.
„Dies ſind die Gefühle, in denen ich erzogen worden bin, und in denen ich ſterben werde.— Um die Leidenſchaft meiner Seele zu ſtillen, kam ich
1 nach Wien, durch die Herzogin von Montpellier an Al⸗
bert Roſenthal empfohlen. Meine Einführung in Ihren friedlichen Kreis war die unmittelbare Folge. Aber glauben Sie nicht, daß ich mit dem vorher gefaß⸗ ten Vorſatze kam, Sie in die politiſchen Grundſätze meiner Freunde zu verwickeln. Den Namen Flor⸗ ville hatte ich einige Zeit zuvor angenommen; es war räthlich, da er mich vor der beſtändigen und


