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manns nicht getäuſcht, nämlich in der Würdigung des Herzogs von Reichſtadt, der den Lockungen politi⸗ ſcher Ränkeſucht offenbar Widerſtand geleiſtet hatte. Obgleich ohne jene blendende Beweglichkeit, die ſeines Vaters eigenthümlichen Geiſt charakteriſirt, beſaß er doch eine urſprüngliche Erhabenheit der Geſinnung, und ein feines Gefühl für die Würdi— gung ſeiner ſelbſt, wodurch er über den niedrigen Ehrgeiz nach einem Throne erhoben wurde.
Am Abend vor der Abreiſe Lindenbergs und ſeiner Familie in die Zurückgezogenheit von Schloß Ehrenfels, wo ſie den folgenden Winter zubringen wollten, wurde dem Freiherrn durch einen unbe⸗ kannten Boten folgender Brief überbracht. Er war von Las Caſes geſchrieben und von der Grenze datirt.
„Beſtürzt und im buchſtäblichen Sinne ſchau— dernd bei dem Werke der Zerſtörung, das ich un⸗ bewußt verſchuldet, erlauben Sie mir, Lindenberg, mich noch einmal unter dem Schutze der Freund⸗ ſchaft, mit der Sie mich beehrten, an Sie zu wen⸗ den. Glauben Sie nicht, daß dieſe Vermeſſenheit aus einem ſelbſtſüchtigen Verlangen nach Rechtfer⸗ tigung fließe, ſondern aus dem ernſten Wunſche, mein Betragen zu erklären, ſofern es eine Familie angeht, bei der ich die herzlichſte Gaſtfreundſchaft
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