Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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Staatswirthſchaft und der allgemeinen Menſchen⸗ liebe begierig lauſchte, war ihre Seele, obgleich ſie ſorgſam die mannigfaltigen Lehren bewahrte, die in ſeinem Umgange geſammelt werden konnten, doch zu zart und poetiſch, als daß ſie durch die nüchterneren Schönheiten der Wiſſenſchaft ganz hätte gefeſſelt werden können. Sie ſchwelgte in Idealen; und wandte ſich entzückt von der Betrachtung der ma⸗ teriellen Welt ab, den glänzenden Schöpfungen der Phantaſie zu.

Mit Liebe verweilte ſie bei der maleriſchen Li⸗ teratur ihres Landes, und zog die wilden Sagen des Harzes, die Liebe athmenden, und gleichwohl metaphyſiſchen Blätter Göthes, die patriotiſchen Ge⸗ ſänge Körners, die geheimnißvollen Dichtungen Hoffmanns, und die reizenden Mährchen des Mu⸗ ſäus, den mehr klaſſiſch-ernſten Forſchungen vor, die ihr Vater beſonders liebte. Vor Allen aber war Schiller ihr Lieblingsdichter; ſeine anregenden Scenen verbanden die treuen und kühnen Umriſſe hiſtoriſcher Thatſachen mit der begeiſtertſten Sprache des Enthu⸗ ſiasmus; ſeine Charaktere trugen den Stempel der Originalität; ſein Pinſel hatte allen ſeinen Ge⸗ mälden den Glanz ſeines eigenen Genius ange⸗ haucht.

Fiesco, Wallenſtein und der Marquis Poſa

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