derſchoͤn gekleidetes Maͤdchen in laͤndlicher Tracht, ein Fruchtkoͤrbchen mit Blumen und Kirſchen am Arme, ſtand hinter mir. Es war Louiſe— Die Baronin hatte mich nicht getaͤuſcht. Ich bot ihr entzuͤckt meine letzte und ſchoͤnſte Pfit⸗ ſiche. Sie nahm ſie an, und ich bemerkte das ſanfte Erroͤthen, das unter der halben Maske uͤber die lieblichen Wangen flog. Sie reichte mir dagegen eine Roſe und einige Kirſchen aus ihrem Koͤrbchen, die ich mit Entzuͤcken aus ih⸗ rer ſchoͤnen Hand nahm. In Zeit von drei Minuten war auch ihr Koͤrbchen leer; vorzuͤg⸗ lich zeichneten ſich einige Fledermaͤuſe durch ihre Fertigkeit und Habſucht aus.
Der Schwarm zertheilte ſich wieder, und die raubſuͤchtigen Fledermaͤuſe ſchwirrten mit ihnen von dannen. Ich blieb mit dem reizen⸗ den Gaͤrtnermaͤdchen allein, nur einige Gaffer beobachteten uns noch. Sollte ich Louiſen mich zu erkennen geben, den Scherz ihr verderben? Nein, das konnte, das durfte ich nicht. Ich ergriff ihre Hand und zeichnete ein zierliches L.
C 2


