Teil eines Werkes 
[1] (1822)
Entstehung
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— 28— woͤhnlichen, die ſich nur im Rauſch der Ge⸗ fuͤhle, in Intriguen und dem ruͤckſichtsloſen Haſchen nach gemeinen Genuͤſſen gluͤcklich fuͤhlen!

Die Baronin fluͤſterte mir bei einer fluͤch⸗ tigen Begegnung, nur mir hoͤrbar⸗ zu:„Louiſe erſcheint aͤbermorgen als Gaͤrtnermaͤdchen.“

Ich kuͤßte der Baronin die Hand; ich er⸗ kannte jetzt, daß ſie Louiſen und mich verei⸗ nigen, als Mittlerin zwiſchen uns erſcheinen wollte. Aber taͤuſchte ich mich auch nicht? Und iſt wohl Louiſe meiner, meines gluͤhenden Her⸗ zens wuͤrdig?——

Wir ſchieden ſpaͤt von einander. Die Ba⸗ ronin druͤckte mir bei der Trennung lebhaft die Hand, und ſagte:„ſeh' ich Sie bald wieder?“

Ich entgegnete mechaniſch:„morgen.“

O gewiß gleicht ſie den Syrenen, die durch ſchmeichelnde Toͤne den Irrfahrer vormals ins Verderben ſtuͤrzten! Und Louiſe? Sie iſt gewiß moraliſch beſſer, als die Baronin,— aber doch immer nur ein Weib— doch nur ein Maͤdchen!