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fand ſich leicht mit denen zuſammen, die ſein Gemuͤth anſprachen. Es iſt eine eben ſo ſchwie⸗ rige Kunſt, ein angenehmer Gaſt zu ſeyn, wie als Wirth den Wuͤnſchen und phyſiſchen und geiſtigen Beduͤrfniſſen ſeiner geladenen Freunde Genuͤge zu leiſten; aber die Gaͤſte, die ich bei der Baronin fand, verſtanden dieſe Kunſt mei⸗ ſterhaft, und wußten die reizende Wirthin kraͤf⸗ tig zu unterſtuͤtzen.
Louiſe ward abermals von dem Offtzier
umgaukelt, der fruͤher meine Eiferſucht rege
gemacht hatte, und diesmal geſellte ſich noch ein zweiter zu ihm, der ihn an Albernheit und Geckerei uͤbertreffen zu wollen ſchien. Aus Un⸗ muth ſchloß ich mich an die Baronin an; ich brauchte das elende, gemeine Mittel, Louiſens voon mir geahnete Liebe zu ſteigern, indem ich auch in ihr Eiferſucht zu erwecken ſuchte. Aber — dies ſchlug mir fehl. Louiſe war harmlos, undefangen, ſelbſt froͤhlich, ſo weit die Grenzen des Anſtandes und weiblicher Sittſamkeit es ihr geſtatteten. Die Baronin war ſehr guͤtig


