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Prolog.
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Unſer Freund, von welchem die folgenden
Blätter herrühren, hieß eigentlich nicht Raphael.
Wir, ſeine übrigen Freunde und ich, gaben ihm ſcherzweiſe dieſen Namen, weil er in ſeinem Jünglingsalter einem den großen Raphael in deſſen Jugendzeit darſtellenden Portrait ähnelte, welches man zu Rom in der Galerie Barberini, zu Flo⸗ renz im Palazzo Pitti und zu Paris im Mu⸗ ſeum des Louvre findet. Auch gaben wir ihm dieſen Namen, weil ein ungemein lebhafter Sinn für die Schönheiten der Natur und der Kunſt den hervorragendſten Zug ſeines Charakters bildete und ſeine Seele ſo zu ſagen ein Widerſchein der in den Werken Gottes und der Menſchen vorhan⸗
denen materiellen und idealiſchen Schönheit war.
Es rührte dieß von einer außerordentlichen Em⸗ pfindſamkeit her, welche, bevor ſie durch die Zeit etwas abgeſtumpft worden, faſt krankhaft war; wir ſagten daher immer, indem wir auf jenes Gefühl anſpielten, welches man das Heimweh nennt, er habe das Himmelsweh. Er gab es lächelnd zu.
Lamartine, Raphael. 1


