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aber, im ungewohnten Orte eben ſo ſcheu als das arme Mädchen ſelbſt, ſchoß an allen Wänden umher, bis er endlich— jetzt erreichte das Unheil ſeinen Gipfel— an Carls Miniaturporträt kam, und ſo heftig daran ſtieß, daß es herabſiel. Nun ſprang Mariechen mit dem Mu⸗ the der Verzweiflung vom Bette auf, und machte, raſend gleich dem kleinen Ungeheuer, die Runde durchs Zimmer, bis ihre Kräfte ſie verließen, und ſie be⸗ wußtlos zu Boden ſiel. Die jugendliche friſche Naturt errang nach kurzer Zeit den Sieg; das erſchöpfte Mäd⸗* chen ſank aus den bleyernen Armen der Ohnmacht in die weichen des Schlafes. 3*.
Wer aber vermag ſich ihr entſetzliches Erwachen in ihrer vollen, ſchauderhaften Gräßlichkeit zu denken! In einer entfernten Ecke des Zimmers ſaß eine hohe ſchwarze Geſtalt, ſtumm, unbeweglich, grauenhaft. Aus Mariechens Bruſt drang ein Ruf des Entſetzens herauf, aber eben dieſes Entſetzen ſchloß ihr den Mund ſo feſt, daß der erſtickte Ruf keinen Ausgang finden konnte, ſondern in der Wiege ſein Grab fand, und mit kaum hörbarem Stöhnen dumpf erſtarb. Da erhob ſich die ſchwarze Geſtalt, ergriff die düſtere Lampe und näherte ſich ihr, langſam— feyerlich ſchreitend. Da preßte ſich der verhaltene Angſtruf aus Mariechens Bruſt gewaltſam hervor, und ward von einem verſtärkten Echo,


