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Der Verschollene : Novelle / von L. Kruse
Entstehung
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Beamten verlobt haͤtte. Es war lange da⸗

von die Rede geweſen, daß er ihr den Hof machte. Die Eltern waren unruhig daruͤber geworden, und, wie gewoͤhnlich, hatten ſie der Familie Kerkhuiſen ihre Beſorgniſſe mit⸗ getheilt. Eugen ſchuͤttelte den Kopf.»Wie es doch moͤglich iſt,« ſeufzte er,»daß er ſich ſo thoͤricht gegen Vernunft und Pflicht hin⸗ reißen laſſen konnte. Weiß er denn nicht ſchon aus Erfahrung, wie kurz der Stroh⸗ wiſch in ſeinem Herzen brennt! Nein wenn ich einſt heirathe, ſoll wenigſtens keine taͤuſchende Flamme, die auflodert und ver⸗ geht, mich dazu bewegen. Dagegen werde ich wohl auf meiner Hut ſeyn.«

Allein Eugens Vertrauen zu des Freundes Vernunft, oder vielmehr zu der kurzen Dauer ſeiner Flamme beruhigte nicht die Eltern we⸗ gen einer Verbindung, die ſo ernſtliche Fol⸗ gen fuͤr ſeine Zukunft, oder vielmehr zukuͤnf⸗ tige Lage haben konnte. Eugen ſey doch ſein beſter Freund! meinten ſie. Sollte je⸗