10 ganz London bezaubern, und prächtige Einnahmen machen. Dazu gehören aber auch lockende Stücke. Ich biete Euch nun einen Antheil am Unternehmen unter der Voraus⸗ ſetzung, daß Ihr dann blos für den Globus ſchreiben wollt, und daß Eure neuen Stücke eine Zeitlang nicht gedruckt werden. Mit„Romeo und Julie“ eröffnen wir das neue Theater. Ich laſſe die ganze Bühne mit Mat⸗ ten decken, und für dies Trauerſpiel ſchwarz behängen. Dem Bürſchchen, das die Julie ſpielt, ſoll eine ganz neue, hübſche Maske gemacht werden. Wir laſſen die Zuſchauer durch den Prolog bitten, daß ſie in dem Stücke keinen Taback rauchen. Sie mögen es dem ganz neuen ſchwar⸗ zen Sammetrocke zu lieb thun, den ich für den Prolog habe machen laſſen, nebſt einem neuen Bärtchen. Ihr ſeht, vortrefflicher Maſter, daß nichts geſpart wird. Und die Eröffnung ſoll mit einem langen Poſaunentuſch ge⸗ ſchehen.
Alleyn blies poſaunend in die Fauſt.
Nun, William? fuhr Henslow nach einer Weile fort. Ihr blickt an der Stirne hinauf und ſchmunzelt? Habt Ihr's Euch überlegt?
Nun, und wegen meines Antheils am Gewinn? fragte William.
Hier habe ich eine Berechnung mitgebracht, ſagte Hens low, und zog ein Papier hervor,— über die ungefähren Einnahmen, über die Anzahl Eurer muthmaßlichen Stücke, Prologe und andere Schreibereien. Setzen wir uns und gehen es miteinander durch!
Jetzt nicht! antwortete William. Ich muß fort. Ich behalte das Papier da, und ſage Euch morgen meine Er⸗
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