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Moorfeld ſchrack zuſammen. Er überblickte den ganzen Werth die⸗ ſes Mädchens. Wo hatte ſie den höchſten Begriff der Poeſie gefunden: Eigenthümlichkeiten zu verehren, nicht umzubilden, wenn nicht in ihrer eigenen herrlichen Seele?
Und doch!
Und doch, fuhr Mrs. Bennet fort, für uns gibt es keine Hoff⸗ nung! Auf meinen Mann iſt nicht anders zu wirken, als mit ihm. Keine Oppoſition iſt einflußloſer als gegen Mr. Bennet. Wir werden einen Freund gewinnen, ſagten Doctor Channing und Doctor Gris⸗ wold, das heißt: wir werden einen Mann mehr haben auf unſerm Rückzuge. Leider iſt es ſo. Wir haben unſern Freunden nur eine ver⸗ lorne Sache zu bieten. Neue Opfer den alten hinzuzufügen, wäre nach unſern Erfahrungen grauſam geweſen. Wir können uns nicht hel⸗ fen,— mindeſtens nicht anders, ach! als es Cöleſte gethan.
Während Mrs. Bennet noch ſprach, öffnete ſich leiſe die Thür des Drawingrooms. Cöleſte ſelbſt war es. Als ſie Beſuch ſah, trat ſie ſo⸗ gleich wieder zurück, aber ſchon hatte ihr halb ſichtbares Bild zwiſchen Thür und Angel Moorfeld's Auge geſtreift. Moorfeld ſprang auf und ging dem Mädchen entgegen. Er nahm ſie bei der Hand mit den Worten: Wir ſprachen von Ihnen, theuerſte Miß; ſchenken Sie uns einen Augenblick Ihre Nähe. Ich habe Ihnen meinen Glückwunſch zu Füßen zu legen. Sie werden, wie ich höre, in die große Welt ein⸗ treten. Auf dieſem Wege werden Sie einen großen Schatz finden,— das Bewußtſein, was für ein unermeßlicher Beſitz es iſt, ſich ſelbſt zu haben! Sie werden inne werden, daß die Welt, in welcher Jeder ſein eigener Mittelpunkt zu ſein glaubt, nichts ſo naturgemäß ſucht, als ſich um den Hof einer edlen und ſchönen Selbſtſtändigkeit zu grup⸗ piren. Dieſes Glück zu finden, erwartet Sie unter allen Umſtänden und dazu bringe ich Ihnen meine aufrichtigſten Wünſche.
Ein tiefes, kraftgebändigtes Beben klang durch Moorfeld's Stimme, als er dieſe Worte ſprach. Cöleſte ſelbſt vermochte nicht anders zu antworten, als mit ſtummer Gebärde.
Indem ſie jetzt tiefer ins Licht vortrat, rief Mrs. Bennet bei ihrem Anblick: Aber welche Toilette, mein Kind? Das junge Mädchen trug ein ſchwarzes Atlaskleid mit einem Schmucke von Coque⸗Perlen. Es contraſtirte mit einer magiſchen Wirkung zu der ſtillen, marmornen
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