Jahrgang 
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den ſei? Durchaus nicht, antwortete er mit feſter Stimme. Nun werden die ſachverſtändigen Zimmerleute vereidigt und befragt, was das Reſultat ihrer Beſichtigung geweſen ſei? Sie antworteten, daß ſie den Bau, in einer nicht ſachgerechten Art und Weiſe aufgerichtet ge⸗ funden. Der Tiſchler ſtand wie vom Donner gerührt. Die Eides⸗ ausſagen allein waren es ja, auf welchen ſeine Hoffnung geruht. Dieſe Hoffnung verſagte ihm jetzt, er ſah mit Schrecken, daß ſolch ein Pro⸗ ceß auch verloren werden könne. Thränen traten dem vierzigjährigen Mann in's Auge. Aufgefordert, was er zu ſeiner Vertheidigung vor⸗ zubringen habe, ſtotterte er mit muthloſer Stimme Folgendes: Ich habe drei Jahre lang für den Stadtrath in Breslau gearbeitet, Fußböden gelegt, Thüren, Fenſter und Geſimſe gemacht, aber nie nicht! iſt mir ein Stück zurückgegeben, oder getadelt worden. Mr. Baine hat meiner Arbeit täglich nachgeſehen, und mich oft aufgefordert, ich möchte es nicht ſo genau nehmen, auf ein paar Fugen käme es ja nicht an, den Fußboden zu hobeln verbot er mir förmlich. Zwanzig Tage habe ich unter der ſiedigſten Sommerhitze geſchafft; ich frage bei Gott und Welt, ob es erlaubt iſt, daß ſo etwas unbezahlt bleiben ſoll. Ich frage jeden ehrlichen Tiſchler, der meine Arbeit verſteht, ob 38 ¾ Dollars ein übermäßiger Preis dafür iſt. Gewiß, das iſt es nicht, meine Herren! Die Nennung des Preiſes veranlaßte die Richter nun auch nach dem Contract zwiſchen Mr. Baine und dem Kaufmann zu fra⸗ gen. Der Vertheidiger verwarf zuerſt dieſe Frage als ungehörig, gab aber zuletzt, mit Zuſtimmung ſeiner Clienten, nach. Der Contract wurde verleſen. Er lautete mit dem vorigen ganz gleich, nur in der Ziffer ergab ſich eine kleine Verſchiedenheit. Nicht 38 ¾, ſondern 200 Dollars hatte ſich Mr. Baine von dem Kaufmann bedungen! Und der Kaufmann fügte noch hinzu, daß er dieſe Summe theils in Geld, theils in Waaren, dem Mr. Baine bereits bezahlt. Dieſe Mit⸗ theilung war eigentlich unbeſonnen, denn der Kaufmann bewies damit augenſcheinlich, daß ihm die Arbeit ja doch gut genug geweſen, und nicht, wie er dem Deutſchen gegenüber geſchworen:durchaus nicht! Aber dieſer kleine faux pas wurde nicht mehr bemerkt, denn im gan⸗ zen Gerichtsſaal machte ſich ein Unwille laut, ein Unwille gegen den Deutſchen. Er nämlich, nicht Mr. Baine war es, den jene Ent⸗ deckung direct todt machte. Daß ſich ein Menſch für 38 Dollars zu