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wiſch, der ihm die geheimnißvollen Inſchriften der Rol⸗ len erklärt zu haben ſchien. Seine Gegenwart erfüllte die Bürger mit Entſetzen; denn ſelbſt Ali Dordux be⸗ trachtete ihn als einen begeiſterten Mann.
Der Faki, Abrahen Alharis, deſſen heiliger, geweihter Charakter ihm Muth machte zu ſprechen, erhob jetzt ſeine Stimme und redete Hamet El Zegri alſo an:
«Wir erflehen von euch„ſagte er feierlich,«im Na⸗ men des allmächtigen Gottes, nicht länger zu beharren in eitlem Widerſtand, der mit unſerem Untergang enden muß, ſondern die Stadt zu übergeben, während Gnade noch erlangt werden kann. Bedenkt, wie viele unſrer Krieger durch's Schwert gefallen ſind, laßt die Ueberle⸗ benden nicht durch Hunger umkommen. Unſre Weiber und Kinder ſchreien zu uns nach Brod, und wir haben keins ihnen zu geben. Wir ſehen ſie in langſamem To⸗ deskampf vor unſren Augen ſterben, während der Feind durch Ausbreitung des Ueberfluſſes ſeines Lagers unſrer Noth ſpottet.⸗
«Von welchem Nutzen iſt unſer Widerſtand? Sind unſre Wälle vielleicht feſter als die Wälle Ronda's? ſind unſre Krieger tapfrer als Loxa's Vertheidiger? Ronda's Wälle wurden niedergeworfen, Loxg's Krieger mußten ſich ergeben!⸗
„Hofft ihr auf Entſatz? Woher ſoll der uns kommen? Die Zeit der Hoffnungen iſt vorüber. Granada hat ſeine Macht verloren; es beſitzt nichts mehr, nicht Ritter, nicht Befehlshaber, ſelbſt nicht mehr einen König. Boabdil


