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den Burgen und ſchickten ganze Schichten von Pfeilen und Steinen durch die Oeffnungen, welche das Geſchütz hervorgebracht hatte.
Um endlich die Belagerung zu einem entſcheidenden Schluß zu bringen, errichtete Franciſco Ramirez einige der ſchwerſten Geſchützſtücke auf einem Berge, welcher in Kegel⸗ oder Pyramidengeſtalt auf der Seite des Fluſſes bei Albahar ſich erhob, und beide Schlöſſer beherrſchte. Dieß war eine Unternehmung, welche große Geſchicklich⸗ keit und außerordentliche Anſtrengung verlangte, aber ſie wurde vom vollſtändigſten Erfolg gekrönt; denn die Mau⸗ ren wagten nicht abzuwarten„ bis dieſe furchtbare Ge⸗ ſchuͤgreihe ihrer Wuth ſich entlüde. Ueberzeugt, aller fer⸗ nere Widerſtand ſey vergebens, gab der tapfre Alcayde die Zeichen zu einer Unterhandlung.
Die einzelnen Sätze der Uebergabe waren bald feſtge⸗ ſtellt. Dem Alcayden und ſeiner Beſatzung wurde ver⸗ gönnt, ungefährdet ſich nach Granada zurück zu begeben; die Schlöſſer wurden König Ferdinand am Feſt des heili⸗ gen Matthäus im September überliefert. Sie wurden alsbald wiederhergeſtellt, mit ſtarker Beſatzung verſehen und der Stadt Jaen in Obhuth übergeben.
Die Wirkungen dieſes Triumphs zeigten ſich bald. Ruhe und Sicherheit kehrten nun wieder in das Biſchof⸗ thum zurück; die Landleute bebauten in Frieden ihre Fel⸗ der, die Heerden und Schafe gediehen ungefährdet auf den Weiden und die Weinberge boten mächtige Schläuche roſigen Weins. 4


